FC Thüringen Jena : SV Lobeda 77 6 : 3 (2 : 1)
Torsten Schmidt, 16.05.2005
Kreisoberliga-Spitzenreiter gewinnt gegen Lobeda 77 mit 6:3 und zum dritten Mal den Pokal.
Die Priorität hat beim FC Thüringen Jena weiterhin die Meisterschaft, den Pokal haben sie aber trotzdem nicht aus der Hand gegeben. Zum dritten Mal in Folge gewann das Team von Trainer Thomas Wirth den Kreispokal - am Ende sogar recht deutlich mit 6:3 gegen einen gut mitspielenden SV Lobeda 77.
"Ganz locker", sagt Wirth, "war es sicherlich nicht. Es gab ein paar kritische Situationen im Spiel, wenn´s da 2:1 oder Unentschieden steht, geht es anders aus." Er meint die Szenen, als Krull gerade noch Nabaris Schuss (35.) zur Ecke lenken kann oder Butters (68.) nur den Querbalken trifft. Letztlich hat aber wohl Jens Sanders Freistoß-Treffer zum 2:1 sieben Minuten vor der Pause für die Entscheidung gesorgt. "Es war der psychologische Knack-Punkt", meint auch Uwe Pelzer, der Lobedaer Trainer. Sein Keeper war noch mit dem Postieren der Mauer beschäftigt, als Schlitzohr Sander schnell ausführt und der Ball sich direkt ins lange Eck senkt. "Das macht er öfter", sagt Wirth und schmunzelt. Sein Gegenüber findet, es ist ein "irreguläres Tor" gewesen. Es zählt aber.
"Da ist Thüringen uns einfach noch etwas voraus", nimmt es Uwe Pelzer letztlich gelassen. Er hätte natürlich gern gewonnen. Doch "die Thüringer sind auf einzelnen Positionen besser besetzt und haben druckvoller agiert", waren "schneller, agiler ideenreicher". So sind es Sander (64.) und Patzer, die mit einem Doppelschlag binnen zwei Minuten den Vorsprung ausbauen.
"Dann ist es eben schwer, wenn man mit drei Treffern hinten liegt." Aber Lobeda kämpft sich wieder heran. Der gerade eingewechselte Nick Hottenrott schießt von der Strafraumgrenze um zwei Gegenspieler herum ins linke untere Eck (75.) und Unger bugsiert mit dem Hinterkopf eine Lobeda-Ecke zum 3:4 ins Tor. "Da haben wir überheblich gespielt", analysiert Thomas Wirth. Der Thüringen-Trainer muss beinahe sogar noch den Ausgleich mit ansehen.
Doch in der Offensivphase der Lobedaer kontert der Spitzenreiter geschickt und so ist es schließlich Riccardo Müller, der für den Endstand sorgt. Erst hebt er den Ball über Keeper Maßberg (86.) hinweg ins Netz, den jagt er eine wunderschöne Vorlage von Andreas Heydenreich in den Torwinkel (89.). Der Rest ist nur noch Thüringen-Jubel. "Für die Zuschauer war es ein spannendes Spiel", sagt Pelzer.
FCT: Krull - M. Lange, Gaube, Liebermann, Müller, Saul, Elze (58. Struppert), Patzer (86. Heydenreich), Wolff, Kramer (73. Willsch), Sander.
SVL: Maßberg - Kaczmarek, Hüttich, Unger, Stein, Wetzig (55. Kurti), Butters, T. Schmidt, Buschow, Borrmann, Nabari (72. Hottenroth).
Zusch.: 400
Tore: 1:0 Elze (20.), 1:1 Nabari (34.), 2:1 Sander (38.), 3:1 Sander (64.), 4:1 Patzer (65.), 4:2 Hottenrott (75.), 4:3 Unger (82.), 5:3 Müller (86.), 6:3 Müller (89.).
Quelle:OTZ


