Sportverein Lobeda 77 e.V.

1.Mannschaft : Spielbericht Kreisoberliga, 20.ST (2018/2019)

SV Lobeda 77   SV Moßbach
SV Lobeda 77 2 : 0 SV Moßbach
(1 : 0)
1.Mannschaft   ::   Kreisoberliga   ::   20.ST   ::   30.03.2019 (14:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Carsten Meyer, Karen Harutunyan

Assists

Carsten Meyer, Marcel Müller

Gelbe Karten

Raik Zacharias, Sebastian Moenke

Zuschauer

39

Torfolge

1:0 (41.min) - Carsten Meyer per Kopfball (Marcel Müller)
2:0 (90.min) - Karen Harutunyan per Elfmeter (Carsten Meyer)

77er ringen Tabellenführer nieder

Viel Aufwand. Null Ertrag. Es hat diesmal nicht sollen sein. Das deutliche Plus an Spiel- und Chancenanteilen spiegelte sich nicht im Ergebnis wider. Die defensiv gut und engmaschig organisierten Gastgeber nutzten zwei Standardsituationen, um ihre Heimstärke zu untermauern - und den Abstand auf den SVM auf vier Punkte zu verkürzen. Zwischen all den Betonklötzern im größten Stadtteil der Unistadt haben die Mannen um Kapitän Denny Lukes als Erkenntnis mitnehmen können, dass sie nicht im Wolkenkuckucksheim schweben - und keine Übermannschaft sind, der die Punkte und das Glück einfach so zufallen. Auch wenn die goldene Ananas gesichert sein dürfte, da vereinsseitig wohl auf die Wahrnehmung eines möglichen Aufstiegsrechtes verzichtet wird, müssen sich die Punkte sehr mühsam und fleißig erarbeitet werden.

Trotz des Fehlens solcher wichtigen Stammkräfte wie Meyer (Leiste), Nitschke (Rücken), Frick (Knie) und Güdter (Oberschenkel) bestimmte der SVM das Spiel, da sich die Platzherren tief fallen ließen, um aus einer dichten Abwehr heraus auf Konter zu spielen. Früh erkennbar fehlten diesmal aber die offensiven Räume, um mit Zug und Dynamik in den Strafraum zu kommen. Dennoch hätte der Spitzenreiter in Führung gehen können, doch zunächst scheiterte Wunderlich mit seinem Linksschuss am Pfosten (36'), kurz danach entschied der Keeper der Jenaer eine große Doppelchance von Plietzsch zweimal für sich (39'). So kam es, wie es nicht nur in der KOL oftmals einen Spielverlauf auf den Kopf stellt: Aus einem Freistoß heraus köpfte der SVL die Führung - mit seiner allerersten Torchance.

Dieser Spielstand verhalf den 77ern natürlich noch mehr, ihrer Spieltagstaktik nachzukommen - und diese erfolgreich umzusetzen. Noch mehr Ballbesitz für die Gäste, noch mehr Vielbeinigkeit vor dem eigenen Sechzehner der Heimelf - und die Uhr tickte weiter und weiter ... Nennenswerte Chancen erwirkten die Moßbacher aus einem Freistoß von Timo Grau, den der Keeper gut zur Ecke abwehrte, und dem direkt folgenden Kopfball von Lutz Jäger, den er aus 3 Metern völlig freistehend über das Tor setzte. Der SVM erhöhte die offensive, aber zähflüssige Schlagzahl, während dessen die Lobedaer den Härtegrad in den Zweikämpfen nach oben schraubten. Letztendlich fehlte die Durchschlagskraft, um das hochverdiente 1:1 mit einer Zielaktion zu erzwingen. In der Nachspielzeit setzte der SVL einen der wenigen Konter, der zum Strafstoßpfiff führte, weil Neupert nach seinem Vollgassprint Millisekunden zu spät kam. Der spektakuläre Faller des gefoulten Spielers führte zur harten, aber vertretbaren Doppelbestrafung des insgesamt solide agierenden Schiedsrichters Schrötter - Elfmeter und Rot gegen Moßbach. Harutunyan verwandelte glücklich zur Entscheidung (90'+3), danach war Schluss. 

Kein finales und entscheidendes Durchkommen für den SVM in Lobeda, wie hier auch für den "Pacemaker" Felix Neupert nicht (Foto: Mario Streit).

Die Gastgeber erkämpften sich kompakt und robust, hart und griffig den Sieg und beendeten damit die Superserie des SVM, der zuvor 13 Spiele am Stück ungeschlagen blieb. Gestern mussten die Moßbacher zwar "an den Hungerpfoten saugen", doch berechtigterweise können die Jungs auf diesen - alles andere als selbstverständlichen - positiven Lauf der Leistungs- und Ergebniskonstanz stolz sein. Und bekanntlich hat ja alles irgendwann ein Ende ... Nach der Partie tankten die Moßbacher Recken erst einmal erfrischendes Zielwasser, um sich nach einem kurzen Schütteln wieder neu zu fokussieren und zu orientieren - und den Ehrgeiz neu zu wecken.

Der Trainer des Tagessiegers, Stefan Engel, fasste das Topspiel folgendermaßen zusammen: "Wir wussten, dass Moßbach eine physisch starke Mannschaft ist, die mit viel Dynamik kommt. Das wollten wir vermeiden, in dem wir die Räume eng machen und so das Tempo aus dem Spiel nehmen. Dies hat die ersten 20 Minuten nur bedingt geklappt. Quasi mit der ersten Chance haben wir das 1:0 gemacht. Das hat uns für die zweite Halbzeit noch mehr in die Karten gespielt. Moßbach hatte zwar insgesamt mehr vom Spiel, aber wir standen in der Defensive sehr diszipliniert und haben insgesamt wenig zugelassen. Wir freuen uns über den Sieg und wünschen dem SVM für die restlichen Spiele alles Gute."


Quelle: svmossbach.de

Fotos vom Spiel