1.Mannschaft : Spielbericht
1. Spieltag - 10.08.2025 15:00 Uhr
| SV Lobeda 77 | SV Jena Zwätzen II | |||
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4 | : | 2 | ![]() |
| (1 | : | 2) | ||
Aufstellung
| K. Harutunyan (90' C. Grube) |
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| T. Mäurer | A. Fleischhauer (81' J. Borrmann) |
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| S. Mahmoud Ridha | L. Szudra | ||
| M. Müller (87' M. Wenzel) |
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| L. Kanter (70' F. Gruschka) |
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| Christian P. | L. Reimann | ||
| N. Krauß | |||
Spielstatistik
Tore
Til Mäurer, Anton Fleischhauer, Lukas Szudra, Karen HarutunyanAssists
Til Mäurer, Anton Fleischhauer, Sajjad Hussain Mahmoud RidhaGelbe Karten
Anton FleischhauerZuschauer
91Torfolge
| 0:1 (7') | SV Jena Zwätzen II |
| 1:1 (25') | Lukas Szudra per Elfmeter |
| 1:2 (44') | SV Jena Zwätzen II |
| 2:2 (60') | Til Mäurer (Anton Fleischhauer) |
| 3:2 (65') | Anton Fleischhauer (Sajjad Hussain Mahmoud Ridha) |
| 4:2 (87') | Karen Harutunyan (Til Mäurer) |
Sieg zum Start der Saison
Am 10.08.2025 war es endlich so weit. Der erste Spieltag der KOL-Saison 2025/26 stand an und unsere Mannen der ersten Mannschaft des SVL hatten ein Heimspiel gegen die Zweitvertretung des SV Jena-Zwätzen vor der Brust. Ein KOL-Derby zwischen Jenas Norden und Süden um die Vorherrschaft im Stadtgebiet. Doch „first things first“! Der SVL spielte eine solide, wenn auch nicht überragende Vorbereitung, wobei das Duell gegen Schott Jena II (ein etablierter Landesklasse Verein) zeigte, dass man durchaus mithalten kann mit Vereinen, die da spielen, wo das über kurz oder lang das erklärte Ziel der Mannschaft aus Jenas Süden liegt: nämlich in der Landesklasse! Sicherlich wird das eine überaus anspruchsvolle und schwierige Aufgabe sich unterden ersten 3 Plätzen der KOL zu etablieren, die durchaus auch etwas Verletzungs- und Spielglück an der einen oder anderen Stelle erfordert, aber trotz der starken Konkurrenz um die Tabellenspitze möglich sein sollte! Dazu sollte man noch erwähnen, dass es gleich mehrere Neuzugänge gab, welche dabei helfen sollen, dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen. Unser neuer offensiver Freigeist Ali wechselte vom Liga Konkurrenten Post SV in den Süden Jenas und genauso zwei alte Bekannte mit Karen (zuvor bei Thalbürgel) und Viktor (zuvor Vereinslos). Außerdem ist nun unser letztjähriger A-Jugend Spieler Felix fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Gleich zwei der Neuzugänge waren auch direkt in der Startelf. Ali lief im 4-1-4-1 neben Captain Luke als Achter auf und Karen lief als Sturmtank und einzige Spitze auf. Felix nahm vorerst auf der Bank Platz und Viktor fehlte verletzungsbedingt. Ansonsten war alles beim Alten: Nick im Tor, links Max, Pätzi bildete mit Reimex die IV und rechts startete Kante. Die 6 bespielte Speedy, davor besagte Luke und Ali, links außen Til und rechts startete Anton. Im Sturm, wie bereits erwähnt, Karen.
Die Partie begann allerdings erwartungsgemäß verhalten. Zwar gab es gleich in der ersten Minute die erste Ecke für Lobeda, doch die verpuffte folgenlos. Zwätzen zeigte sichdann durchaus früh präsent, besonders über ihre linke Seite mit Richard Dohle, der Tempo und Gefahr ausstrahlte. In der 5. Minute kam Lobeda dann erstmals in Strafraumnähe, als Reimex einen langen Ball auf Max spielte und der zur Grundlinie marschierte und in die Mitte ablegte, doch dortfehlte der Abnehmer.
Fast im Gegenzug dann der erste Schockmoment: In der 7. Minute verlor Lobeda den Ball in der Vorwärtsbewegung. Zwätzen nutzte den Raum eiskalt, spielte einen langen Ballauf Dohle, der wiederum nicht wirklich attackiert wurde und sich so den Ball zurechtlegen konnte und anschließend aus gut 20m den Ball in den linken Winkel einstrahlte. Ein frühes 0:1, das sich zu diesem Zeitpunkt nicht mal unverdient anfühlte, da Lobeda recht verhalten startete. Dazu muss man auch sagen, so gut der Abschluss auch war, bereits der lange Ball und auch das Dribbling von Dohle wurden einfach zugelassen, sodass Penni sich draußen zurecht echauffierte, dass das einfach zu passiv war von der ganzen Mannschaft.
Lobeda brauchte kurz, kämpfte sich aber über Einsatz langsam zurück ins Spiel. Nur kurze Zeit später eroberte Speedy den Ball im Mittelfeld, passte zu Ali, der trieb die Kugel nach vorne und setzte Til auf links in Szene, dessen Rückpass auf Luke fast den Ausgleich einleitete – doch die Seitenverlagerung Lukes auf Kante konnte dieser nicht richtig kontrollieren, sodass der Angriff verpuffte. In der Folge wurde die Gangart der Zwätzener etwas härter. Zum Beispiel in der 12. Minute wurde Max auf links hart gefoult, die fällige Gelbe Karte war mehr als gerechtfertigt.
Zwätzen hatte bis dahin die reifere Spielanlage und lag, wie bereits beschrieben, nicht unverdient vorne. Doch ab Minute 16 bekam Lobeda wieder mehr Zugriff. Ein Freistoß von Luke in der 20. Minute landete per Kopf gefährlich am Pfosten und kullerte auf der Linie entlang, bis der Keeper sie aufnehmen konnte – Glück für die Gäste. Nach der Trinkpause kam dann der endgültige Wendepunkt: In der 27. Minute wurde Til nach schönem Dribbling im Strafraum gelegt – Elfmeter! Luke trat an und verwandelte sicher zum 1:1.
Nur wenige Minuten später folgte die nächste gute Gelegenheit: Max zog von links in den Strafraum, sein Schuss wurde jedoch leider abgefälscht und landete am Außennetz. Lobeda drückte jetzt, ohne jedoch zwingend zu werden. Lukeschickte Karen in der 38. Minute mit einem langen Ball, der diesen technisch stark über den Keeper, aber leider auch über den Kasten hob. Kurz darauf leitete Til über Ali und Luke eine Chance für Karen ein, doch der Abschluss aus 17 Metern war zu harmlos.
Dann die kalte Dusche in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Nach einem Freistoß verschätzte sich Nick, Zwätzen nutzte das Geschenk und Pascal Rossmann netzte zum 1:2, quasi mit dem Pausenpfiff, ein.
Die zweite Hälfte begann dann wieder wie die erste – verhalten. Lobeda arbeitete sich allerdings erneut Stück für Stück ins Spiel. Til Mäurer beispielsweise glänzte dabei nicht nur offensiv, auf links außen, sondern auch defensiv mit starker Zweikampfführung. In der 55. Minute jubelte Lobeda kurz, als Karen nach einem Einwurf traf – doch leider war Karen im Abseits (und fairerweise hatte der Keeper auch aufgehört zu spielen, als er die Fahne sah).
In der 60. Minute folgte dann der erneute Ausgleich für Lobeda! Nach einem fixen Einwurf von unserem linken Verteidiger – dank der gedankenschnellen Reaktion des Co-Trainers Max Schäfer, als er den Ersatzball ins Spiel brachte (womöglich hat er eine große Karriere als Balljunge verpasst)– landete der Ball über Anton im Fünfmeterraum bei Til Mäurer, der sich endlich mit seinem verdienten Tor zum 2:2 belohnte.
Jetzt war Lobeda heiß. Nur fünf Minuten später kombinierte sich das Duo Anton und Ali sehenswert über rechts bis zur Grundlinie, Ali legte zurück und Anton vollendete trocken ins linke untere Eck – 3:2! Ein Bilderbuchangriff. Gerade dem bis dahin etwas unglücklich agierenden Ali war anzusehen, dass er dieses Erfolgserlebnis brauchte und ihn sichtlich befreite. Auf dass es noch viele Vorlagen mehr werden im Trikot des SVL!
In der Folge zog sich Lobeda wieder etwas zurück, da bei dem Wetter viel Kraft verloren ging, bei dem Aufwand der bis dahin von der Saale-Elf aus Jenas Süden betrieben wurde. Deshalb begann Zwätzen nun wieder etwas zu drücken und wollte nochmal, doch Lobeda verteidigte leidenschaftlich und gut. Beispielsweise eroberte Anton in der 75. Minute stark den Ball und leitete direkt den Konter, auf den zuvor für Kante eingewechselten Felix, ein, der nur knapp am Keeper scheiterte. Nächstes Beispiel gefällig? In der 83. Minute rettete Pätzi nach einer Ecke in höchster Not und sicherte so die Führung.
Kurz danach fiel dann die Entscheidung in der 85. Minute – und natürlich war Til wieder mittendrin. Er luchste dem Innenverteidiger den Ball im Strafraum ab, als dieser auf seinen Außenverteidiger zu passen versucht. Anschließend machte Til zwei Schritte, spielte den Ball in die Mitte, wo der Kugel zu Karen durchrutschte und dieser staubte ab zum 4:2. Damit war der Deckel drauf. Und auch unser zweiter Neuzugang in der Startelf machte seinen verdienten Scorerpunkt!
Lobeda zeigte an diesem Sonntag also Moral, drehte die Partie nach zweifachem Rückstand und ließ sich auch vom Wirkungstreffer kurz vor der Pause nicht aus dem Konzept bringen. Til Mäurer war an drei Toren direkt beteiligt (ein Tor, zwei Vorlagen) und verdiente sich damit völlig zurecht den Titel „Man of the Match“. Doch dieser Sieg war klar eine Teamleistung bei der Captain Luke nach dem Spiel zurecht vom Betreuer bis zum Einwechselspieler seine ganze Mannschaft würdigte. Damit lässt sich am Ende festhalten: ein Heimsieg, der Mut macht – spielerisch stark, kämpferisch überzeugend, mannschaftlich geschlossen und ein gelungener Auftakt in eine hoffentlich erfolgreiche Saison des SVL!
Quelle: Michel-Odin Späth




